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Freitag, 5. Mai 2017

Es ist Frühling, ein Frühling ohne Frühling und ohne Erdbeeren…

…dafür aber mit Wolldecke und Heizung auf Stufe sechs. Mir ist kalt und das trübe Wetter trägt gerade nicht zu meiner Frühlingstimmung bei. Tja, und was macht man wenn man nicht im tiefsten Tief versauern will? Richtig, man bespaßt sich, zur Not sogar selber, oder man geht in die Küche und bastelt eine süße Leckerei.
Wiedermal war eine Idee geboren. Milchreisbällchen!!!
Milchreis ist Seelenfutter, aber nur wenn er wunderbar schlotzig und cremig ist. Obendrauf eine dicke Schicht Zimtzucker und lässt man die Portion etwas stehen, verwandelt sich der Zimtzucker zu einer fantastischen Zuckerkruste die wunderbar beim zerkauen knackt.
Die Milchreisbällchen, die ich in Augenschein hatte, bekamen auch eine Kruste und ein Bad, und zwar in Nussbutter. Und als i-Tüpfelchen sollten die ersten Erdbeeren, in diesem Jahr, die leicht gebräunten Bällchen umgarnen umranken. Der Plan war gut, doch ohne den Wettergott gemacht. Denn nach den ersten lauwarmen Frühlingstagen kam der Winter zurück und zwar mit geballter Kraft. Die frühblühenden Erdbeeren hat Herr Frost dahingerafft und auf Deutsche Erdbeeren kannst Du jetzt bis Juli oder August warten. Ich kann auch warten, ich weigere mich eh die Teuren aus den Gewächshäusern zu kaufen. Ganze 8 € sollen die Geschmacklosen pro Kilo kosten. Die Wässrigen aus Spanien sind günstiger, aber auch geschmackloser.
Es musste eine Alternative her. Himbeeren aus dem Tiefkühler gepaart mit Rhabarber vom Markt.
Jetzt konnte es losgehen, erst Milchreis kochen, dann Bällchen abstechen, die Bällchen braten und das Himbeer-Rhabarber-Gedöns ist schon lange vorher gekocht.
Die Kombination ist unübertrefflich frühlingsleicht und nachahmenswert.
Milchreisbällchen:
Milchreis:
300 ml Milch
200 ml Sahne
110 g Milchreis
Prise Salz
25 g Zucker
Milch mit Sahne, Milchreis, Salz und Zucker aufkochen. Unter ständigem Rühren den Reis auf niedriger Heizstufe 30 Minuten garen bzw. quellen lassen. Den Milchreis komplett auskühlen lassen. Er muss recht dicklich sein. Sehr gut funktioniert das übrigens im Thermomix.
Bällchen:
pro Person 2 Bällchen
50 g Kokosraspel
1 Esslöffel Zimtzucker
2 Esslöffel Nussbutter
Die Nussbutter in einer kleinen Pfanne erhitzen. Mit einem Eisportionierer 8 Bällchen abstechen. Die Kokosraspel mit dem Zimtzucker mischen und die Bällchen darin wälzen. Die Bällchen in der heißen Nussbutter von allen Seiten braten und leicht bräunen lassen.
Himbeer-Rhabarberkompott:
300 g TK-Himbeeren
4 Stangen Rhabarber (daumendick)
2 Esslöffel Zucker
Die Himbeeren auftauen lassen und zusammen mit dem Zucker kurz erwärmen. Mit einem Mixstab pürieren. Das Himbeerpüree durch ein feines Sieb streichen.
Den Rhabarber putzen und in 1 cm große Stücke schneiden. Den Rhabarber mit dem Himbeerpüree vermischen und in einen Topf geben. Aufkochen und leise köcheln lassen bis der Rhabarber weich, aber nicht matschig, ist.
Vielleicht muss das Kompott nochmals mit Zucker abgeschmeckt werden. Aber nicht vergessen, die Milchreisbällchen bringen schon eine entsprechende Süße mit.

Die Bällchen mit dem Kompott anrichten und genießen. Da vergisst man glatt, dass der Frühling gar kein richtiger Frühling ist und Erdbeeren schmecken eh im Sommer viel besser.

Sonntag, 16. April 2017

Im letzten Jahr war es einfacher…

…die Kurve zu kriegen. Da habe ich nur darüber gejammert die Kurve nicht zu bekommen und Schwupps kam ein lieber Mensch, der es mit mir gut meinte und hat mir kurzerhand eine Kurve geschenkt. Schaust Du hier: Kurve
Aber in diesem Jahr habe ich nicht gejammert, denn ich weiß ja selber wie bequem ich im Moment bin, um nicht zu sagen stinke faul.
Zwar hat die Heizung in der Küche schon den ganzen Winter Urlaub, weil die Öfen und Herdplatten wie verrückt glühen, aber Du kannst noch so viel kochen, damit ist noch nichts auf Papier ins Büdchen gebracht.
Aber jetzt muss ich unbedingt schreiben, ich habe es versprochen. Die Jutta vom Schnuppschnuess-Blog möchte das Rezept, also Jutta-Schneckschen schaust Du hier ins Büdchen, hier werden Sie geholfen und ähnlich wie beim Geocaching findest Du hier Dein Ostergeschenk.
In die Büdchensaison 2017, pünktlich zum Osterfest starte ich mit Milchreiseis.
Ich dachte, wenn ich das letzte Jahr mit Eis beendet habe, müsste ich dieses Jahr mit Eis wieder durchstarten.
Nicht mit irgendeinem Eis, sondern mit einem Milchreiseis. Am letzten Wochenende waren Herr GB und ich im Bergischen, das ist bekannt für Milchreis. Der Rückschluss, wo es leckeren Milchreis gibt, da gibt es hervorragendes Milchreiseis, der irrt, und zwar ganz gewaltig. Das was uns da ins Hörnchen gepackt wurde war richtig grottenschlecht. Kühn teilte ich dem Gatten mit, das kann ich besser.
Ich weiß, Eigenlob stinkt, aber zum Osterfest habe ich den Beweis angetreten und der Gatte schwärmt geradezu in den höchsten Tönen. Beste Eis ever und so.

Doch jetzt fragst Du Dich wieso ich das Rezept explizit für Jutta veröffentliche? Ganz einfach, sie hat ein Foto gesehen und ist meinem Schwärmen unterlegen. (mal etwas übertreiben) Und dann wollte sie gerne das Rezept und ich habe mir gedacht, wenn sie schon zu weit weg wohnt um sie mal eben zum Eis essen einzuladen, dann schenke ich ihr eben das Rezept.
Also liebe Jutta, nur für Dich. Ach ja und weißt Du eigentlich wie man den Flur im Iglu nennt?
Milchreiseis:
200 ml Sahne
150 ml Milch
150 g Mascarpone
6 Eigelb
130 g Zucker
250 g cremigen Milchreis (da kann ich nur den Milchreis aus dem TM empfehlen)

Sahne, Milch, Mascarpone und Zucker auf dem Wasserbad auf 80°C erhitzen. Nach und nach die Eigelbe zugeben und aufschlagen bis die Masse bindet. Anschließend auf Eiswürfel kalt schlagen. Den Milchreis zugeben und mit dem Mixstab gut vermengen.
Wer einen TM besitzt, gibt alle Zutaten bis auf den Milchreis in den TM. Die Einstellungen wären dann 9 Minuten auf 80°C und Stufe 2. Nach abgelaufener Zeit den Milchreis zugeben und 15 Sekunden auf Stufe 6 mit Linkslauf verrühren.
Die Masse in die Eismaschine geben und 60 Minuten gefrieren lassen. In einen Gefrierbehälter umfüllen und 3 bis 4 Stunden gefrieren. Dann ist es super cremig und es lässt sich fantastisch servieren.
Ohne Eismaschine, nur im Gefrierschrank wird es sehr hart, dann einfach vor dem Verzehr 30 bis 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Eine Himbeersauce aus pürierten Himbeeren, die dann durch ein Sieb gestrichen wurde, ist eine wunderbare Ergänzung dazu.

Übrigens, der Flur im Iglu heißt Eisdiele.


Mittwoch, 31. August 2016

Gutgelaute Handwerker sind die halbe Miete, oder Rosmarineis im pochierten Pfirsich mit Krümmelkeks und karamellisierten Rosmarinzweig…

…Du hast es sicher schon gemerkt, ich mache mich im Moment mal wieder dünne hier im Büdchen, aber das hat Gründe. Hier zuhause wird renoviert und wenn ich von Renovierung spreche, dann meine ich Renovierung.
Hier wird nicht nur mal eben etwas Farbe auf den Wänden verteilt, nööö, der alte Fußboden wird erneuert und das ist mit Arbeit und Dreck verbunden. Logisch das anschließend noch die Wände dran sind und wer will bei diesen Veränderung noch alte Zöpfe Vorhänge hängen lassen.
Was jetzt alles erneuert wird, will ich hier gar nicht aufzählen, denn schließlich ist das hier ein Foodblog und kein Renovierungsblog.
Zeitweise ist das Haus voller Handwerker und wenn ich nicht im Büro bin, verdrücke ich mich am liebsten in die Küche. Der Gatte packt ganz schön mit an und deshalb muss ich den bei Laune halten.
Mit einem Dessert bin ich bei ihm immer im Grünenbereich und mit einem Eis quasi auf der hundert Prozent sicheren Seite.
Die ersten Pfirsiche konnte ich ergattern und auf dem Balkon sprießt der Rosmarin. Beides passt sehr gut zusammen und als Dessert sehr aromatisch, ein geniales Sommerdessert. Schokolade ist im Winter wieder dran.
Das Dessert hat viele Komponenten, aber jede einzelne ein Genuss. Schau doch mal ob Du auch mal Lust drauf hast.
Rosmarineis im pochierten Pfirsich mit Krümmelkeks und karamellisierten Rosmarinzweig:
5 Rosmarinzweige (Nadeln fein gehackt)
250 ml Milch
250 ml Sahne
100 g Zucker
5 Eigelbe
1 Esslöffel Zucker
Prise Salz
Milch mit Sahne, 100 g Zucker und den gehackten Rosmarinnadeln aufkochen. Die Milchmischung mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Zwischenzeitlich die Eigelbe mit dem Esslöffel Zucker schaumig schlagen.
Die gut abgekühlte Milchmischung durch ein Sieb filtern. Die aufgefangene Rosmarinmilch mit dem Eierschaum mischen und ganz langsam unter ständigem rühren auf 80°C erwärmen. Die Mischung bis zu einer cremigen Masse erwärmen. Sobald die Rosmarinmilch gebunden ist, alles in den Topf der Eismaschine gießen.
Die Eiscreme in der Eismaschine geben und bis zur gewünschten Konsistenz gefrieren lassen.
Pfirsich pochieren:
100 ml Riesling
200 ml Pfirsichsaft
2 Esslöffel Zucker
2 Pfirsiche, halbiert und entkernt
2 Teelöffel Speisestärke in etwas kaltem Wasser angerührt
Riesling, Saft und Zucker aufkochen. Die halbierten Pfirsiche in den Sud geben und 10 Minuten ziehen lassen. Sobald die Pfirsiche etwas weich pochiert sind, aus dem Sud heben und zur Seite stellen. Den Sud mit der angerührten Speisestärke binden und anschließend abkühlen lassen.
Karamellrosmarinzweige:
4 kleine Rosmarinzweige
2 Esslöffel brauner Zucker
Den Zucker in einer Pfanne erwärmen bis er flüssig und angebräunt ist. Die Rosmarinzweige darin wälzen und sofort auf eine Silikonmatte, oder Backpapier legen. Abkühlen lassen bis der Zucker fest geworden ist.
Für die Dekoration einige Karamellkekse zerbröseln und frische Himbeeren mit Pfirsichlikör marinieren.

Zum Anrichten die Pfirsiche mit etwas Pfirsichsauce auf einen Teller geben, jeweils eine Portion Rosmarineis auf eine Pfirsichhälfte geben. Obenauf einen karamellisierten Rosmarinzweig drapieren und mit marinierten Himbeeren umlegen. Zum Schluss noch mit zerbröselten Karamellkeksen betreuen und servieren.

Sonntag, 14. August 2016

Echt scharfes Wochenende, oder Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze…

…Du weißt, Wochenende ist Eiszeit und im Moment sind Versuchswochen angesagt. Ich meine, eigentlich ist das Büdchen ja eh Versuchslabor, aber derzeit hat Herr GB einen erhöhten Eiskonsum und der will schließlich gestillt werden. Der Herr des Hauses ist ja genügsam verwöhnt und Du weiß, hast Du erst einmal so ein Exemplar heran gezüchtet, kannst Du keinen Rückwärtsgang mehr einlegen. Er ist es gewohnt, dass er Vielseitigkeit serviert bekommt. Da kann ich ihm doch jetzt nicht jede Woche Vanilleeis servieren.
Vor einigen Wochen habe ich mal eine Liste mit meinen Eis-Phantasien angelegt und aus dieser Liste kann er sich jetzt immer sein Wunscheis wählen. Wenn ich die Zutaten bekomme ist es kein Problem, dann wird der Wunsch des Herrn erfüllt, ansonsten wird ein Anderes gewählt und das Wunscheis gibt es später.
Bei dem heutigen Wunschprogramm passte alles. Die Eiszutaten waren im Haus, die Kirschen für die Begleitung hatte ich neulich schon bekommen und sofort zu Grütze verarbeitet.
Übrigens ein Begleiter der sich wunderbar einkochen lässt. Einige Gläser sind in das Vorratsregal gewandert und im Winter werden sie uns garantiert die langen Abende versüßen.
Die Kombination Pfeffereis mit den süßen Kirschen war ein ganz besonderer Gaumengenuss. Im ersten Moment schmeckt das Eis recht mild, aber dann, wenn das Eis schon lange im Mund geschmolzen ist, schmeckst Du ganz hinten am Gaumen die Schärfe. Die süße Kirschgrütze rundet den Geschmack ab und der feurige Eindruckt ebbt wieder ab.
Sicherlich kein Alltagseis, aber ein Erlebnis das man wirklich mal probieren sollte.
Du weißt schon, nur für den Fall dass Du es ausprobieren willst habe ich mal das Rezept aufgeschrieben.
Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze
Madeirakirschgrütze:
400 g Kirschen, entsteint
100 g Gelierzucker 3:1
100 ml Madeira
Die Kirschen vierteln und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Madeira in einen Topf geben. Das Kirschgemisch 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend aufkochen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Entweder in Twist-off Gläser füllen, oder in eine Schale zum abkühlen umfüllen und bis zur Verwendung zur Seite stellen.
Pfeffereis:
10 g schwarze Pfefferkörner
250 ml Sahne
250 ml Vollmilch, (mind. 3,5%)
75 g Läuterzucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
5 Eigelbe
50 g Vollmilchschokolade
Die Pfefferkörner in einem Mörser andrücken. Die Sahne mit der Milch und dem Läuterzucker mischen. Die angedrückten Pfefferkörner zugeben und das Gemisch aufkochen. 10 Minuten ziehen lassen. Nach und nach die Eigelbe unterrühren und nochmals langsam erwärmen. Dabei kräftig rühren und nicht zu heiß werden lassen, denn sonst flocken die Eigelbe und Du hast Rührei. Sobald die Mischung bindet und cremig wird noch schnell die Schokolade darin auflösen und gut unterrühren. Nun vom Herd nehmen und durch ein Sieb streichen.
Die Creme in die Eismaschine füllen und nach Bedienungsanleitung der Maschine gefrieren lassen.
Das Eis zusammen mit der Madeirakirschgrütze servieren.

Freitag, 12. August 2016

Im August Temperaturen wie an Heiligabend, oder Himbeerkokoseis im Neujahrshörnchen…

…im Radio haben sie gesagt, dass es am letzten Heiligabend morgens um 6 Uhr 8,2° C kalt war und gestern war es sage und schreibe morgens um 6 Uhr 7,2° C warm. Im Sommer sagt man doch warm, oder? Und weil wir Sommer haben gibt es Eis und zwar im Neujahrshörnchen, das sind die Besten. Den Temperaturen ist es egal welche Jahreszeit wir haben und mir auch und den Hörnchen erst recht.
Frag mich nicht wie viele Hörnchenrezepte ich schon ausprobiert habe, aber die Hörnchen die es eigentlich immer an Neujahr gibt, die sind so gut, da gibt es nichts zu verbessern.
Das einzige Problem, Du benötigst dafür ein Hörncheneisen. Ob sie vielleicht auch auf dem Backblech im Backofen etwas werden, wäre vielleicht ein Versuch wert. Der Teig ist etwas dicklich und kompakt genug, um ihn auf Backpapier aufzustreichen.
Aber eigentlich geht es heute gar nicht um die Hörnchen, der Hauptdarsteller ist eigentlich das Himbeereis.
Ein Himbeerkokoseis mit einem kleinen Klecks Cassissauce. Allerdings gibt es das Rezept von der Sauce erst in der nächsten Woche, dann wird es mit dem Eis kombiniert das ich ursprünglich damit servieren will. Also lass Dich überraschen was da noch kommen wird.
Herr GB liebt Eis, deswegen gibt es im Sommer auch jede Woche irgendeinen anderen Eis-Joker den ich aus dem Ärmel ziehe.
Gerade jetzt gibt es Beeren, alle Sorten, gerade so wie es das Herz begehrt. Mein Sein Herz begehrte Himbeeren und weil im Keller die Kokosmilch weg musste stand der Plan ganz schnell fest.
Himbeerkokoseis im Hörnchen.
3 Eigelbe
150 g Zucker
Mark einer Vanillestange
250 ml Kokosmilch
500 g Himbeeren
75 ml Likör (bevorzugt Batida de Coco, Bananenlikör oder ein Sahnecremelikör)
Die Himbeeren zusammen mit dem Likör pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Püree zur Seite stellen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über einem Wasserbad schaumig schlagen, nach und nach die Kokosmilch zugeben und solange schlagen bis es bindet. (Zur Rose abziehen)
Das Püree mit der Eiercreme vermischen und in die Eismaschine geben.
Nach Anleitung der Maschine das Eis bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Das Eis in einem Hörnchen servieren.

Bei mir gab es als Topping eine sehr aromatische Cassissauce.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Schwitzen ist angesagt, oder Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis…

…nein, ich werde jetzt nicht herumnörgeln, dass es zu warm ist. Ich schwitze geduldig vor mich hin, ich sehne mich nach höchstens 25°C und ich singe Last Christmas, weil ich die Hoffnung habe, dass es bei einem Weihnachtslied gleich um 4-5° C kühler wird.
Man kann es versuchen, bringt aber nix.
Natürlich liebe ich den Sommer und auch Temperaturen um 30°C, aber nicht hier im Pott, sondern am Meer. Hier im Pott staut sich die Wärme, es wird stickig. Jede Bewegung fällt schwer und der Lorenz brennt von oben – gnadenlos und unerbittlich.
Es geht kein Lüftchen, die Räume heizen sich auf. Selbst die Schränke werden nicht verschont und die Hitze kriecht in jeden Winkel. Woher ich das weiß? Im letzten Jahr habe ich es erlebt. Alle Räume waren aufgeheizt, die Schranke natürlich auch. Übernacht gab es einen Temperatursturz und wir haben das Büdchen komplett durchgelüftet. Tagespäter habe ich einen Schrank geöffnet den ich selten öffne. Beim Aufsperren kam mir ein Schwall warmer Sommerluft entgegen. Also hatte ich den Sommer quasi gefangen. Den Sommer einzusperren ist jetzt ja auch keine so schlechte Idee, man könnte sich einen Sommervorrat anlegen. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Könnte man doch mit dem Sommer auch so machen. Wobei ich bin ja froh, dass er vor diversen Schränken haltmacht. In den Kühlschrank und in die Gefriertruhe traut er sich nicht, ich denke er weiß das das Bereiche sind die ihm ein gnadenloses Aus bescheren würden.
Das ist auch sein Glück, denn schließlich muss auch er Respekt zollen. Wenn er allerdings wüsste welche Köstlichkeiten ich dort vor ihm verstecke, wäre ich mir nicht mehr so sicher ob meine Schätze sicher wären.
Genau dort lagere ich die erfrischenden Leckerbissen die uns durch die Hitze bringen. Diesmal verstecke ich dort ein Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis.
Exakt das was wir zur Abkühlung benötigen, vielleicht ist es auch etwas für Dich.
Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis:
Joghurthonigwürfel
2 Esslöffel Honig
250 g Joghurt mit hohem Fettanteil
3 Blätter Gelatine
Gelatine nach Anweisungen in kaltem Wasser einweichen. Den Honig gut erwärmen. Die gequollene Gelatine ausdrücken und im warmen Honig auflösen. Den Joghurt gut durchschlagen, es sollen keine Klümpchen im Joghurt sein. Etwas Joghurt zum Honig geben und glattrühren. Jetzt das Joghurthoniggemisch unter den Joghurt rühren.
Silikonformen oder Behälter die mit Frischhaltefolie ausgelegt wurden mit der Joghurtmasse füllen. Mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Apfelsüppchen 
400 ml Apfelsaft
2 säuerliche Äpfel (Granny Smith)
2 süßliche Äpfel (Cox Orange)
Saft ½ Zitrone
200 ml Riesling, lieblich spritzig
Ein größeres Stück Wassermelone
Den Apfelsaft zusammen mit dem Riesling und dem Zitronensaft zum Kochen bringen und auf die Hälfte reduzieren.
Jeweils einen Apfel jeder Sorte schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen in den reduzierten Apfelsaft geben und darin garkochen. Mit einem Mixstab pürieren in eine Schüssel füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.
Aus dem Melonenfruchtfleisch und den restlichen Äpfeln mit Melonenausstecher unterschiedlicher Größe Perlen ausstechen. Ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Basilikumeis:
250 ml Sahne
200 g Creme fraiche
1 großes Bund Basilikum, sehr fein gehackt
50 g Zucker
50 ml Honig
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
4 Eigelbe
Sahne schlagen und zur Seite stellen. Den Honig leicht erwärmen und mit der Creme fraiche cremig rühren. Die Eier zusammen mit dem Zucker über einem Wasserbad aufschlagen und zur Rose abziehen. In die Eiermasse die Creme fraiche rühren, Zitronenschale und Saft zusammen mit dem Basilikum zufügen und alles zügig vermischen. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. Die luftige Eismasse in eine Eismaschine geben und nach Bedienungsanleitung der Maschine, das Eis gefrieren lassen.
Zum Anrichten das Jogurthoniggelee stürzen und in 1x1cm große Würfel schneiden.
Die Apfelsuppe in eine Schale geben, einige Melonen- und Apfelkugeln zusammen mit einigen Joghurthonigwürfeln in die Suppe geben.
In einem separaten Schälchen das Basilikumeis geben.
Evtl. mit Basilikumblättern verzieren.

Montag, 11. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 23 am Sonntag das Finale, das Rennen machte Portugal und Frankreich…

…und für den Verlierer gibt es aus dem Büdchen ein Dessert. Einen süßen Balsam, so heißt die Creme eigentlich. Es ist eine Safrancreme mit Sauerkirschen. Die tut der Seele gut.
Aber seien wir doch mal ehrlich, glaubst Du Frankreich und Portugal wären soweit gekommen, hätte ich nicht für sie gekocht!? Gleich am Anfang der EM bekamen die Franzosen ein fantastisches Entrecote, damit habe nicht nur ich den Startschuss gemacht. Damit startete die Glückssträhne von den Franzosen.
Aber auch die Portugiesen wurden von mir verwöhn und zwar ganz gewaltig.
Erst mit Feijoada de Marisco und dann mit den sündhaft schmackhaften Vanilletörtchen Pastel de Nata.
Jetzt ist die EM vorbei und nach der EM heißt vor der WM. Auch wenn die erst 2018 ist, aber der Mensch braucht Ziele und Pläne. Mein Plan ist wieder zu kochen, dann wird es etwas komplexer, denn dann kommen Produkte bzw. Speisen aus der ganzen Welt in den Pott. Na warten wir mal ab, ich habe ja Zeit und kann vorher noch ins Trainingslager gehen, machen die Spieler ja auch.
Eins ist jedoch sicher, ich werde mich besser vorbereiten, die Rezepte frühzeitig sammeln, die Zutaten rechtzeitig besorgen und genügend Zeit fürs Kochen nehmen.
Ich bin schon voller Tatendrang, aber solltest Du noch etwas die Wunden lecken müssen weil Du noch zerknirscht vor Dich hin grollst, dann bereite Dir mal den süßen Balsam zu, der lässt Dich leicht Deinen Ärger vergessen.
Süsser Balsam
150 ml Milch
1 Vanillestange, aufgeschlitzt und ausgeschabt
2 Messerspitzen Safranfäden, gemörsert
200 ml Schlagsahne, geschlagen
500 g Quark
3 Esslöffel Ahornsirup
Abgeriebene Schale einer Zitrone
Milch mit der Vanillestange und dem Vanillemark aufkochen. Den Safran zufügen und lange ziehen lassen, ruhig 3-4 Stunden.
Die Schlagsahne aufschlagen. Den Quark in eine Schüssel geben, die Safranmilch durch ein Sieb zum Quark geben, ebenfalls den Ahornsirup und die Zitronenschale.
Alles cremig gut vermischen. Zum Schluss noch die Schlagsahne in die Creme rühren.
Sauerkirschen mariniert:
150 g entsteinte Sauerkirschen
50 ml Grenadine
Die Sauerkirschen einige Stunden mit der Grenadine marinieren.
Anrichten;
Sauerkirschen auf vier Gläser verteilen und darauf die Safrancreme verteilen. Zwei bis drei Stunden kalt stellen, noch besser über Nacht kühlen. Mit einer Kirsche und Minzblatt dekoriert servieren.

Dienstag, 7. Juni 2016

Wir feiern den sechsten Büdchengeburtstag, oder Dessertvariation von der Erdbeere…

…ja, Du hast richtig gelesen, heute vor 6 Jahren wurde das Büdchen eröffnet und ich habe den ersten Beitrag freigeschaltet. Angefangen hatte es damals mit der Landpartie auf Schloss Lembeck im Münsterland. Diese Veranstaltung besuchen wir übrigens unveränderter Dinge noch immer sehr gerne.
Sechs stolze Jahre ist mein Baby Blog alt und eigentlich müsste er jetzt in die Schule kommen, also wenn er ein Baby wäre. Aber mit so einem Blog ist das ja viel einfacher. So einen Blog kannst Du an- und abstellen wie ein Radio, das machst Du mit so einem echten Knirps eben nicht.
Mein Dreikäsehoch wurde in den letzten Jahren mit 670 Beiträgen gefüttert, 48 Kochbücher wurden in ihm vorgestellt, 92-mal konntest Du mit mir den *Genussmoment der Stille* erleben und mit manch einer Geschichte aus dem Büdchen habe ich Dich zugetextet.
Ich hoffe ich werde noch einige Jahre Gefallen an meinem Büdchen haben, Dich noch viele Male mit meiner Ausbeute aus meiner Küche bespaßen und mit dem einen oder andren Anekdötchen nerven.
Eh wir uns hier zur Feier des Tages eine Erdbeerbowle genehmigen, stelle ich noch eben schnell das Dessert vor, das es zum Büdchengeburtstag gibt. Du weißt doch, Herr GB liebt Desserts und jetzt ist Erdbeerzeit. So ganz nebenbei bringt sich der Rhabarber auch gerne mal ins Spiel und der Waldmeister möchte auch seinen Auftritt haben.
Aber schau doch einfach mal selber, vielleicht hast Du ja auch einen Anlass zu dem Du mit einem Dessert feiern möchtest.
Marinierter Erdbeersalat, mit Mascarpone-Erdbeereis, Rhabarbermus und Windbeutelchen mit einer Erdbeer-Rosen-Espuma-Füllung:
Marinierter Erdbeerensalat:
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Waldmeistersirup
Erdbeeren putzen, in kleine Stücke schneiden. Den Zucker und den Waldmeistersirup zugeben und miteinander vermischen. Den Erdbeerensalat ein- bis zwei Stunden ziehen lassen.

Mascarpone-Erdbeereis:
250 ml Sahne
200 ml Milch
150 g Mascarpone
150 g Zucker
4 Eigelbe
1 Esslöffel Zitronensaft
500 g Erdbeeren
2 Esslöffel Zucker
Die Erdbeeren mit 2 Esslöffeln Zucker mischen und mit einem Mixstab pürieren. Das Erdbeermus durch ein feines Sieb streichen und den Erdbeerbrei dabei auffangen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über ein heißes Wasserbad schaumig aufschlagen. Nach und nach die Milch und die Sahne zugeben. Die Mascarpone mit dem Erdbeerbrei mischen und anschließend die aufgeschlagene Eiersahne unter die Erdbeermasse ziehen.
Die Erdbeercreme in eine Eismaschine füllen und laut Betriebsanweisung der Maschine zu einer sahnigen Eiscreme gefrieren lassen. Anschließend in einen passenden Behälter umfüllen und noch gute 2 bis 3 Stunden im Gefrierschrank tiefkühlen.

Rhabarbermus:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
Den Rhabarber waschen und mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Den gekochten Rhabarber mit einem Mixstab pürieren.Das Mus im Kühlschrank abkühlen lassen.

Windbeutel:
150 ml Wasser
80 g Butter
1 Prise Salz
2 Teelöffel Zucker
120 g Mehl
3 Eier
Wasser mit Butter, Salz und Zucker zum Kochen bringen. Nun das Mehl einrühren und kräftig verschlagen bis sich ein großer Kloß bildet und sich im Topf ein weißer Schleier bildet. Den Topf von der Wärmequelle nehmen und nun nach und nach die Eier in den Teig einrühren. Das funktioniert mit einem Mixer sehr gut. Wenn Du einen zähen gleichmäßigen Teig hast, ist er richtig und kann in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle gefüllt werden.
Nun mit dem Spritzbeutel auf ein mit Bachpapier ausgelegtes Bachblech walnussgroße Kugeln spritzen.
Das Blech in den Backofen schieben der vorher auf 200°C Ober- Unterhitze aufgeheizt wurde. Die Windbeutel 25 Minuten backen. Dabei die Backofentür auf jedem Fall geschlossen halten. Dann den Backofen ausschalten und bei leicht geöffneter Tür die Windbeutel weitere 10 Minuten ruhen lassen. Nun die Windbeutel aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen.

Erdbeer-Rosen-Espuma:
150 ml Sahne
50 ml Milch
100 ml Vanillejoghurt
20 ml Orangenlikör
2 Blatt Gelatine
Gelatine in 2 Esslöffel Wasser quellen lassen. Sahne, Milch, Vanillejoghurt, Erdbeersirup und Orangenlikör vermischen. Die Gelatine kurz erwärmen, auflösen und zum Sahnegemisch geben. Alles gut vermischen. Die Mischung mit Hilfe von einem Trichter und Sieb in einen Sahnesiphon füllen. Siphon verschließen, 2 Sahnekapseln aufschrauben und kräftig schütteln. Im Kühlschrank 1-2 Stunden kühlen.
Kleiner Tipp, ich stelle das Gerät immer auf den Kopf, dann setzt sich unten im Gerät nichts ab und das Schütteln ist effektiver.
Wenn Du alle Dessertbestandteile fertig hergestellt hast, kannst Du Anrichten. Das machst Du einfach so wie es Dir gefällt. Ich habe noch etwas mit geschmolzener Zartbitterschokolade, Puderzucker, Minzblättchen und einem Mon Cherie gespielt. Ja ich weiß, das ist kein Dessert das man jeden Tag mach, aber das Büdchen wird ja auch nicht jeden Tag 6 Jahre.