Montag, 27. Oktober 2014

Getrocknete Tomaten, oder ich spiele Eichhörnchen…

…die letzten heimischen Tomaten konnte ich ergattern und ich weiß ja nicht wie es Dir geht, aber ich meine sie gehören ins Vorratsregal. Jetzt sind Tomaten ja nicht so pflegeleicht wie Kartoffeln, oder Äpfel die man mal eben so überwintern kann. Wenn Du Glück hast, bleiben sie bei kühler Lagerung mal so knappe 14 Tage fest und frisch. Wenn ich von kühler Lagerung spreche meine ich natürlich nicht den Kühlschrank. Um Gotteswillen auf keinen Fall in den Kühlschrank. Der kalte Diener ist der totale Aromakiller bei Tomaten. Wenn Du einen kühlen Keller hast, oder womöglich eine Speisekammer, ist das schon die halbe Miete. Aber ich will Dir ja heute zeigen wie Du Deine Tomaten über den Herbst hinaus retten kannst, damit Du im Winter auch noch etwas von den roten Früchtchen hast.
Ganz einfach, Du trocknest sie! Klar kannst Du sie als Tomatensauce verarbeiten, oder als Tomatenpaste, aber mit getrockneten Tomaten kannst Du viel mehr anfangen und all diese anderen Sachen kannst Du auch mit getrockneten Tomaten machen. Ich finde Tomaten trocknen ist eine geniale Methode wenn es schnell gehen soll. Du wäschst die Tomaten, schneidest den Stielansatz heraus, viertelst sie, entfernst die Kerne, die Kammerwände und natürlich auch das Glibberzeugs. Wenn Du auch stolzer Besitzer eines Dörrgerätes bist, hast Du es gut, denn Deine Tomaten benötigen mit einem Dörrautomaten wesentlich weniger Strom wie ein Backofen. Hast Du kein Dörrgerät, geht das Trocknen im Backofen genauso gut.
Du legst jetzt Deine Tomatenviertel entweder in Deine Körbe vom Dörrdingens oder auf ein Backblech das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast. Den Backofen stellst Du auf 80°C, Du lässt die Backofentür einige Millimeter geöffnet und trocknest die Tomaten gute 10 bis 12 Stunden. Deinen Dörrknecht bedienst Du nach Anweisung Deiner Bedienungsanleitung. Ich stelle mein Gerät immer auf 70°C und das dauert dann auch gut 10 bis 12 Stunden.
Die getrockneten Tomaten schichtest Du entweder in Twist-off-Gläser und begießt sie mit einem guten aromatischen Olivenöl, oder verpackst sie gut in Klarsichttüten. Das Olivenöl wird von den Tomaten noch aromatisiert und ist sehr schmackhaft auf Salaten. Beide Versionen der getrockneten Tomaten sind übrigens auch sehr gern gesehene Mitbringsel.
Du kannst die getrockneten Tomaten auch als Ersatz für Chips knabbern, das ist bestimmt gesünder und nicht weniger schmackhaft. Probier es mal aus, ich gehe jetzt auch wieder Eichhörnchen spielen…

Kommentare:

  1. Das ist eine sehr schöne Idee! Wir haben uns letztes Jahr im September einige Tomate de Ramallet von Mallorca mitgebracht.... die waren im Februar noch frisch - in der Wohnung! Natürlich haben wir die ausgesät, aber ganz so lang werden die hier gereiften wohl nicht halten. Nächstes Jahr bleiben die im Gewächshaus.
    LG Beate

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  2. Na wenn Du diese Tomaten dann auch noch trocknest bist Du so regional, regionaler geht es ja gar nicht mehr :-)
    LG
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  3. Ha, so, jetzt hab ich jemanden, den ich fragen kann: Deine Paradeiser schauen so halbtrocken aus, oder täusch ich mich? Wenn ich meine nicht total durchtrockne, verschimmeln die mir recht schnell. Bitte wie machst du das, dass sie das nicht tun?

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    1. Die Tomaten die ich in Tüten verpacke trockne ich komplett durch, aber die, die ins Öl kommen, den lass ich noch etwas Feuchte. Ach ja, und getrochnete nicht eingelegte Tomaten in Tüten verpackt behalten besser ihre Farbe und werden nicht so schwarz, wenn sie schön kühl gelagert werden. Also auch ruhig in den Keller oder in die Speisekammer.

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  4. Herrlich! Für sowas bin ich ja auch immer zu haben... Ich sollte Dich dann mal einladen, wenn Du hier von Mitbringseln sprichst ;)

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    1. ich komme gerne und bringe sicher auch etwas mit ;-) welcher Gast kommt gerne mit leeren Händen!?

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